Der in den 80ern berühmte österreichische Autor Stefan Eibl-Erzberg war bei uns mit seiner Familie zum Essen (unsere Töchter gehen in die gleiche Schulklasse) und wir mokierten uns über einen anderen Vater, der bei einem Elternabend eine Anwesenheitsliste mit „Ing. X.X.“ unterschrieb, während alle anderen Eltern den Titel wegließen. Da er ein unscheinbarer Typ ist, brauchte er das wohl für sein Ego. Es fielen uns noch viele andere lustige Geschichten mit Ingenieuren ein, die unheimlich geil auf ihren Titel waren. So wollte ich auch eine Geschichte über einen Ingenieur schreiben und der Text entstand. Im Hinterkopf hatte ich einen alten DDR-Film, in dem es um einen Arbeiter ging, der vom Regime zum Helden der Arbeit stilisiert wurde, dann aber mitbekam, dass er nur verwendet wird und sich dann gegen das Regime wendet (So irgendwie habe ich den Film in Erinnerung, leider weiß ich nicht mehr, wie der Film heißt). Der Song war dann sehr rasch um die Weihnachtszeit 2005 beinahe fertig und ich hatte mit ein paar Freunden beschlossen, mit dem Song „Die Herren auf der Bühne“ beim Protestsongcontest mitzumachen. Der Abgabeschluss war der 9.1.2006. Im letzten Moment entschied ich mich dann aber doch für das Lied der Arbeit und ich bastelte noch schnell in der Nacht vom 10. auf den 11. Jänner das Cover und nannte die Band „Die Protestanden“. Obwohl der Einsendeschluss schon verstrichen war, behauptete ein Freund, man könnte den überziehen und so schickte ich am 11.1. die CD an den ORF ab. Zwei Tage später war sie wieder bei mir im Postkasten. Der Briefträger hatte den Absender für die Adresse gehalten und mir die CD wieder zugestellt. Ich hielt das für einen Wink des Schicksals und gab mich geschlagen.
Kam Zeit kam Muße und ich spielte den Song Prof. Famlin vor. Mittlerweile ist er etwas überarbeitet und der Prof. war ganz verrückt danach.